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Helmholtz-Klimainitiative

// Projekt Netto-Null

Cluster 1 "Vermeidung von Emissionen"

Eine Begrenzung des Anstiegs der globalen Mitteltemperatur auf unter 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau ist grundsätzlich möglich – das zeigt der „IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung“ des Weltklimarates. Wenn der Menschheit dies gelingt, könnten die Risiken und möglichen Schäden im Vergleich zu einem Temperaturanstieg von 2 Grad oder mehr deutlich verringert werden. Dies setzt jedoch einerseits schnelle und weitreichende Emissionsminderungen in vielen gesellschaftlich und wirtschaftlich bedeutenden Bereichen voraus. Andererseits müsste neben einer starken Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen auch Kohlenstoffdioxid (CO2) direkt aus der Atmosphäre entzogen werden, um letztlich sogenannte „negative Emissionen“ zu erreichen. Dies kann beispielsweise durch Aufforstung, Wiedervernässung von Mooren oder technische Prozesse erfolgen. Anfallendes CO2 kann zudem durch chemische Prozesse wieder in Energieträger oder andere kohlenstoffhaltige Produkte zurückverwandelt werden.

Um dieses Ziel von Netto-Null-CO2-Emissionen bis 2050 zu erreichen, sind neben staatlichen Rahmenbedingungen und nachhaltigem unternehmerischen Handeln insbesondere auch weitere Forschungsaktivitäten zur Entwicklung effektiver und zielführender Strategien notwendig. In Cluster 1 der Helmholtz-Klimainitiative werden Strategien und neue Wege der Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre im Hinblick auf die deutschen Rahmenbedingungen wissenschaftlich untersucht und bewertet. Die Arbeiten im Projekt Netto-Null zielen daher darauf ab:

  • die Schlüsselthemen zu erfassen und darzustellen,
  • die bisher vorgeschlagenen Methoden und Ideen zu untersuchen, sowie
  • vielversprechende Technologien voranzutreiben, die für die Entwicklung einer nationalen Netto-Null-Strategie relevant sind.

Die verschiedenen Ansätze werden dabei aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert: Potenzial, Skalier- und Machbarkeit, Begleiterscheinungen und Resilienz.

Durch die Bewertung der derzeit vielversprechendsten Beiträge zu einer nationalen Netto-Null-Strategie und die transparente Darstellung von Forschungsergebnissen, wird das Projekt Netto-Null die öffentliche und politische Debatte über die CO2-Neutralität auf verschiedenen Ebenen vorantreiben. In diesem Rahmen werden in einer konkreten Fallstudie auch Wege zur Klimaneutralität der Helmholtz-Gemeinschaft entwickelt. Das Projekt Netto-Null dient somit als eine - die gesamte Helmholtz-Gemeinschaft umfassende - Pilotstudie zur Entwicklung von Instrumenten und Lösungen, die für eine nationale Netto-Null-Roadmap und Deutschlands CO2-Neutralität bis 2050 benötigt werden.

Die Helmholtz-Klimainitiative besteht aus drei Schwerpunkten:

  • Cluster 1 "Vermeidung von Emissionen"
  • Cluster 2 "Anpassung an Klimafolgen"
  • Cluster 3 "Kommunikation"
Projekt Netto-Null Helmholtz-Klimainitiative

Kontakt


Bettina Steuri

Phone: +49 (0) 40 226 338 450

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