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Special Report

Summary for Urban Policymakers

Was der IPCC-Sonderbericht über die globale Erwärmung von 1,5°C für Städte bedeutet

Der Report „Summary for Urban Policy Makers – What the IPCC Special Report on Global Warming of 1.5°C means for Cities“ wurde von 18 Autoren des IPCC-Sonderberichts - darunter auch GERICS Leiterin Daniela Jacob - über die globale Erwärmung von 1,5° C (SR1.5) zusammengestellt. Gemeinsam repräsentieren die Autoren alle fünf Kapitel des SR1.5. Die Zusammenfassung für städtische Entscheidungsträger soll die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und die politischen Stellungnahmen des Sonderberichts wiedergeben.

Statement von Daniela Jacob zum Report:
"Städte sind schon heute die Brennpunkte des Klimawandels. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten und Metropolregionen, in denen gleichzeitig die größten Wirtschaftsleistungen erbracht werden – Tendenz stark steigend. Es ist klar, dass Städten und städtischen Räumen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der Entwicklung von Lösungen zum Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1.5 Grad über dem Vorindustriellen Niveau zukommt. Der Report unterstützt Bürgermeister und Stadtpolitiker darin, Vorreiter bei der Entwicklung und Umsetzung der dringend erforderlichen Maßnahmen zu werden."

Cover Summary for Urban Policymakers

Obwohl sich der SR1.5 vor allem an nationale und internationale Entscheidungsträger richtet, haben die Autoren diesen Synthesebericht aus einem einfachen Grund erstellt: Die Ergebnisse der Klimawissenschaft müssen auch den politischen Entscheidungsträgern in den Städten zugänglich gemacht werden. Denn ohne das Mitwirken der Städte ist eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5° C nicht möglich. Hier können Maßnahmen von politischen Verantwortlichen gemeinsam mit Bewohnern und weiteren Praxisakteuren aus der Zivilgesellschaft, der wissenschaftlichen Gemeinschaft sowie mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Finanzen ergriffen werden, um die Erwärmung zu begrenzen und um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Diese Zusammenfassung für städtische Entscheidungsträger stellt eine Synthese aus Ergebnissen des IPCC-Sonderberichts SR1.5, des Fünften IPCC-Sachstandsberichts sowie aus weiteren relevanten unterstützenden Forschungsergebnissen dar. Der vorliegende Bericht basiert also auf 30 Jahren Wissenschaftsarbeit des IPCC und der Klimadiplomatie. Das Klimaabkommen von Paris, das 2015 innerhalb des UNFCCC vereinbart wurde, verpflichtet die Unterzeichner, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu halten sowie alle Anstrengungen darauf zu richten, diesen Anstieg auf 1,5° C zu begrenzen. 2016 nahm der IPCC das Angebot des UNFCCC an, einen wissenschaftlichen Bericht zu den Auswirkungen einer globalen Erwärmung um 1,5° C und die daraus abzuleitenden Pfade zur Reduzierung von Treibhausgasen zu erstellen. Dieser Sonderbericht wurde im Oktober 2018 veröffentlicht und beeinflusst seither die Diskussion rund um den Klimawandel weltweit.

SR1.5 identifiziert das System der Städte und Ballungsräume als eines von vier entscheidenden Systemen in der Welt, die den Klimaschutz beschleunigen und auf eine neue Ebene bringen können. Der Sonderbericht hebt allerdings hervor, dass damit umfassende Umsteuerungen sowohl beim Klimaschutz als auch bei Klimaanpassungsmaßnahmen einhergehen müssen. Die Zusammenfassung für städtische Entscheidungsträger wurde auf Basis eines Austauschs sowohl mit Anwendern und Politikern aus Städten, als auch mit Vertretern führender Städtenetzwerken und Nicht-Regierungsorganisationen erstellt. Übergeordnetes Ziel ist, städtischen Stakeholdern einen Zugang zu den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen dahingehend zu ermöglichen, inwiefern der Umbau hin zu einer „nur“ 1,5° C wärmeren Welt notwendig ist und wie dieser bewerkstelligt werden kann.

Download: Summary for Urban Policymakers (2,8 MB)

Gemeinsame Pressemitteilung von C40 und the Global Covenant of Mayors for Climate & Energy zum Erscheinen des Reports


Um diesen zentralen Herausforderungen zu begegnen, werden am GERICS schon seit Jahren neuartige Methoden zur Integration des Klimawandels in Entscheidungs- und Planungsstrategien erarbeitet und eingesetzt, die flexibel und individuell ausgestaltet werden können. Für Städte und Gemeinden ist dabei insbesondere der GERICS - Stadtbaukasten von besonderer Relevanz. Dieser umfasst eine Vielzahl thematischer Schwerpunkte, zu denen - gemeinsam mit Vertretern unterschiedlicher Städte - neuartige Ansätze zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erarbeitet wurden.

Weitere Informationen zum GERICS - Stadtbaukasten